IT-Sicherheit mit KI – Wissensnugget #02
Phishing mit KI – So nutzen Angreifer KI und so können sich Unternehmen schützen
05. Februar 2026
Phishing ist eine der häufigsten und gefährlichsten Betrugsformen im Internet. Die Tricks und Herangehensweisen der Cyberkriminellen werden auch dank künstlicher Intelligenz immer raffinierter.
Das Wissensnugget „Phishing mit KI – So nutzen Angreifer KI und so können sich Unternehmen schützen“ zeigt, wie Händler:innen solche Angriffe erkennen können, und auch, wie sie KI sie dabei unterstützen kann, solche Angriffe zu verhindern.
Inhalt
1. Einleitung
2. Wie nutzen Angreifer KI beim Phishing?
3. Wie kann KI beim Schutz helfen?
4. Praxistipps – So schützen sich Unternehmen
5. Fazit
1. Einleitung
Phishing ist eine der häufigsten und gefährlichsten Betrugsformen im Internet. Dabei versuchen Kriminelle, über gefälschte E-Mails, Webseiten oder Nachrichten an vertrauliche Daten zu gelangen – zum Beispiel an Kreditkartennummern oder Zugangsdaten. Mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI)
hat sich das Phishing deutlich verändert. KI ermöglicht es Angreifern, täuschend echte Nachrichten zu erstellen – oft fehlerfrei, glaubwürdig und spezifisch auf bestimmte Personen oder Firmen zugeschnitten. Besonders für Handelsunternehmen, die täglich mit vielen E-Mails, Kundendaten und Bestellinformationen arbeiten, entsteht dadurch ein erhöhtes Risiko.
2. Wie nutzen Angreifer KI beim Phishing?
Cyberkriminelle verwenden KI, um ihre Angriffe realistischer, gezielter und effizienter zu gestalten. Typische Methoden sind:
- Automatische Textgenerierung: KI-Tools schreiben perfekte E-Mails ohne Tippfehler oder sprachliche Auffälligkeiten.
- Personalisierung: KI analysiert öffentlich verfügbare Informationen (z. B. aus sozialen Netzwerken) und passt den Inhalt an das Zielunternehmen an.
- Imitation realer Personen: Stimmen, Schreibstile oder Logos werden täuschend echt nachgebildet.
- Massenangriffe: KI kann in kurzer Zeit tausende individuelle Mails verschicken – jede leicht angepasst an das jeweilige Opfer.
So entstehen Mails, die auf den ersten Blick echt wirken – etwa eine angebliche Rechnung, eine Lieferbestätigung oder ein Kundenhinweis.
3. Wie kann KI beim Schutz helfen?
Zum Glück wird KI auch auf der Seite der Verteidigung eingesetzt. Moderne Sicherheitssysteme erkennen verdächtige Muster, ungewöhnliche Sprache oder schädliche Links automatisch.
Beispiele für KI-basierte Schutzmaßnahmen:
- E-Mail-Scanner: erkennen betrügerische Absender, fehlerhafte Links und bekannte Angriffsmuster.
- Anomalieerkennung: KI bemerkt, wenn ungewöhnlich viele Mails mit ähnlichem Inhalt auftreten.
- Automatische Warnungen: Verdächtige Nachrichten werden markiert oder in Quarantäne verschoben.
Diese Systeme sind wertvolle Helfer, aber sie können nur unterstützen. Entscheidend bleibt, dass Mitarbeitende aufmerksam bleiben und Warnzeichen erkennen.
4. Praxistipps – So schützen sich Unternehmen
- Absender prüfen: Schau dir die vollständige E-Mail-Adresse an, nicht nur den angezeigten Namen.
- Links testen: Fahre mit der Maus über einen Link, bevor du klickst – stimmt die angezeigte Adresse?
- Achtung bei Anhängen: Öffne nur Dateien, die du erwartest.
- Vorsicht bei Zeitdruck: E-Mails mit Formulierungen wie „sofort handeln“ sind verdächtig.
- Sicherheitssoftware nutzen: Aktuelle Viren- und Spamfilter aktivieren und regelmäßig aktualisieren.
- Melden statt Schweigen: Verdächtige Mails sofort an die IT oder verantwortliche Personen weiterleiten.
5. Fazit
Phishing-Angriffe werden durch KI immer raffinierter – aber auch der Schutz wird intelligenter. Die beste Verteidigung ist die Kombination aus technischem Schutz und bewusster Aufmerksamkeit.
Gerade im Handel, wo täglich unzählige E-Mails mit Kund:innen und Lieferanten ausgetauscht werden, kann ein einziger Klick auf einen falschen Link großen Schaden anrichten.
Merke: KI kann helfen, Gefahren zu erkennen – aber dein wachsames Auge bleibt der entscheidende Faktor.
Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns.
Carina Überle
Projektreferentin
Tel: 0941/788397-25
carina.ueberle@ibi.de
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