Zwei Jahre Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel: Digitalisierung zum Anfassen für kleine und mittlere Unternehmen

Jennifer KleemannGeschätzte Lesedauer: 2 Minuten
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Die Umbrüche unserer Zeit zeigen: Unternehmen müssen sich mit dem Thema digitale Transformation beschäftigen. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel ist seit zwei Jahren vertrauensvoller Begleiter an der Seite der Unternehmen und unterstützt bei Digitalisierungsvorhaben.

Am 1. Juli 2019 startete das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel mit einem Kick-off in Berlin. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, unterstützt das Kompetenzzentrum Handel vor allem kleine und mittlere Handelsunternehmen bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Das Kompetenzzentrum Handel ist unter dem Netzwerk Mittelstand-Digital verortet und ist eine anbieterneutrale und praxisnahe Anlaufstelle zur Qualifikation und Information. Zum starken Konsortium aus der Mitte des Handels gehören der Handelsverband Deutschland als Konsortialführer, ibi research an der Universität Regensburg, das IFH KÖLN und das EHI Retail Institute.

 

Praxisnah für Handelsunternehmen

Das Kompetenzzentrum Handel möchte vor allem Mittelständlern zeigen, wie Digitalisierung in der Praxis funktionieren kann. Dazu bietet das Kompetenzzentrum Handel eine breite Palette an Unterstützungs- und Informationsangeboten. Ein wichtiger Fokus liegt auf der Durchführung von Workshops und Seminaren, sowie die Bereitstellung von Informationen in Form von Publikationen und digitalen Tools, wie etwa dem DigitalNavi Handel und dem Fitnesscheck für Onlineshops. Das DigitalMobil Handel bringt digitale Technologien zum Anfassen zu interessierten Händler:innen vor Ort. Anhand von Händlerprojekten wird in verschiedenen Formaten gezeigt, wie die digitale Transformation im Einzelhandel innovativ funktionieren kann.

 

So hat die Fashion-Boutique Fräulein Mode und Wohnen etwa mithilfe des Kompetenzzentrums den Social Commerce ausgebaut und das deutschlandweit erste Live-Stream-Shopping-Event einer mittelständischen Händlerin über den Social-Media-Kanal Instagram organisiert. In einer Stunde Live-Stream wurde in etwa so viel umgesetzt wie auf der stationären Fläche an einem ganzen Tag. Ein weiteres Beispiel: Der Hagebaumarkt Grünhoff in Langenfeld bei Düsseldorf hat anhand von Retail Analytics seine Zielgruppe erweitert. Retail Analytics umfasst das Sammeln von Daten auf der stationären Fläche. Während Online-Händler:innen schnell wissen, welche Maßnahmen wirken und welche nicht, ist das im stationären Bereich schwieriger. Hierbei können digitale Werkzeuge helfen – das Kompetenzzentrum Handel zeigte im Projekt konkret auf, welche Vorteile das Unternehmen dadurch hat.

 

Das Kompetenzzentrum Handel als wichtiger Katalysator für die Digitalisierung im Mittelstand

In den vergangenen zwei Jahren wurden in über 600 Vorträgen und Veranstaltungen 25.000 Personen erreicht. Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE sagte: „Der Handelsverband Deutschland ist stolz, dass das Kompetenzzentrum Handel so erfolgreich ist und die Angebote vom Handel so gut angenommen werden. Das möchten wir auch zukünftig weiterführen und als Anlaufstelle für den Mittelstand präsent sein.“

Die Förderphase des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Handel läuft bis Mitte 2022.

Dieser Text wurde am 01.Juli 2021 als Pressemitteilung des Kompetenzzentrums herausgegeben.