„Handelszeit“-Podcast: Marktdaten, Konsumklima & Zukunftstrends
Frank RehmeGeschätzte Lesedauer: 2 MinutenDas Jahr 2025 gilt als verlorenes Jahr für den Einzelhandel – doch wie ist die aktuelle Lage im Einzelhandel, wenn man die Zahlen und Fakten betrachtet? Im HDE‑Podcast Handelszeit erklären Frank Rehme und Olaf Roik, Experte für Konjunktur- und Marktdaten beim Handelsverband Deutschland, wie Demografie, Sparverhalten und internationale Plattformen den Markt verändern – und was Händler:innen daraus lernen können.
Zwischen Stagnation und strukturellem Wandel
Olaf Roik beschreibt die gesamtwirtschaftliche Lage als stagnierend. Mit einem Wachstum von nur 0,2% im Jahr 2025 wird das Gesamtbild von Unsicherheiten und schwachen Investitionen geprägt. Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Stimmung der Verbraucher:innen aus, insbesondere bei größeren Anschaffungen wurde eine deutliche Zurückhaltung sichtbar. Der private Konsum ist um 1,4% gestiegen, allerdings floss ein großer Teil der Ausgaben in andere Bereiche. Daher bedeutet das Jahr 2025 für den Einzelhandel ein Jahr ohne nennenswerte preisbereinigte Zuwächse.
Innerhalb der Handelsbranche zeigt sich wiederum ein anderes Bild – während der Onlinehandel und Bereichen, wie Lebensmittel und Möbel mit einem Wachstum von ca. 4% als die Gewinner zählen, standen Bereiche rund um Textilien nach wie vor unter Druck. Eine weitere zentrale Herausforderung, die den stationären Handel stark belasten, sind die steigenden Kosten für Energie, Personal und Logistik.
Konsumverhalten, Wettbewerb und Perspektiven
Ein entscheidender Faktor für den Handel ist und bleibt das Konsumverhalten der Kund:innen. Olaf Roik berichtet von einer Sparquote von etwa 10,5% des verfügbaren Einkommens und davon, dass ein deutlicher Rückgang und ein damit verbundener kurzfristiger Konsumimpuls nicht zu erwarten sind. Für den Handel heißt das, dass sich Unternehmen stärker im Wettbewerb um Konsumausgaben behaupten müssen und durch Erlebnisangebote, Mehrwertsortimente oder innovative Konzepte, Angebote schaffen müssen.
Langfristig werden sowohl der demografische Wandel als auch der internationale Wettbewerb den Markt weiter prägen. Mit dem Renteneintritt der Generation „Baby Boomer“ werden sich die Konsumstrukturen weiter verändern, während ausländische Plattformen den Preisdruck erhöhen. Dadurch werden faire Wettbewerbsbedingungen sowie die Fähigkeit der strategischen Anpassung der Unternehmen wichtiger.
Podcast
Im HDE-Podcast Handelszeit „#07 – Marktdaten, Konsumklima & Zukunftstrends mit Olaf Roik, HDE“ sprechen wir unter anderem über folgende Fragen:
- Welche Chancen ergeben sich trotz wirtschaftlicher Stagnation?
- Wie kann der stationäre Handel Kosten- und Wettbewerbsdruck für Innovation nutzen?
- Welche strategischen Möglichkeiten ergeben sich durch den demografischen Wandel?
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